Klimaneutral - wie geht das?


Stadt.Land.Welt.-Web - Online-Vortragsreihe des DVV, 16.11.2022

 

Stadt.Land.Welt – Web

ist eine Kooperation zwischen Engagement Global, dem Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), DVV International sowie den Volkshochschulverbänden Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Sie findet statt im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD), das sich u.a. dafür einsetzt, Entwicklungspolitische Bildungsangebote für Menschen in ländlichen Räumen anzubieten.

Die einzelnen Vorträge der Reihe haben jeweils eine Dauer von ca. 1,5 h (2 UE), jeweils mittwochs um 19 Uhr.
Die Teilnehmenden benötigen ein PC/Laptop oder ein mobiles Endgerät mit einem Internetanschluss. Die Teilnehmenden sind in der Veranstaltung nicht sichtbar und hörbar. Fragen und Diskussionsbeiträge können über die Chat-Funktion an die Referierenden gerichtet werden.

Das EBD-Programm wird finanziert mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Klimaneutral - wie geht das?

Mi, 16.11.2022

Klimaschutz ist wichtig. Das wissen wir. Wissenschaftler fordern deshalb anspruchsvolle Ziele und effektive Maßnahmen, um den Klimawandel und seine Folgen einzudämmen.
Statt von den Renditen einer intakten Natur zu leben, wirtschafte der Mensch auf ihre Kosten, meint der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Kai Niebert. Als Konsumenten können wir mit Kaufentscheidungen Einfluss auf die biologische Vielfalt nehmen. Doch die großen Steuerungselemente hat die Politik in der Hand.
Setzt die Politik die nötigen Anreize? Wie schaffen wir eine "klimaneutralen Gesellschaft"? Was können wir selbst als Verbraucher*innen tun? Und an welchen Stellschrauben muss die Politik drehen?

Input: Kai Niebert, deutscher Nachhaltigkeitsforscher und Professor für Didaktik der Naturwissenschaften und Nachhaltig-keit an der Universität Zürich.

Moderation: Mareike Schams, Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V.
Steffen Wachter, Hessischer Volkshochschulverband e.V.

Anmeldung bis 16.11.2022, 16.30 Uhr! Mit diesem Link gelangen Sie zur Anmeldeseite.

Sie erhalten eine Woche vor der Veranstaltung einen Zugangslink.

Überflüssiger Überfluss - wie geht nachhaltige Ernährung?
Mi, 30.11.2022

Ein Drittel unserer deutschen Wocheneinkäufe wird im Müll entsorgt. Knapp die Hälfte davon könnte noch gegessen werden. Laut einer WWF-Studie von 2015 werden in Deutschland 2,6 Millionen Hektar Land umsonst bewirtschaftet. Das führt zu 58 Millionen Tonnen überflüssiger Treibhausgase. Der globale Lebensmittelsektor verbraucht 30 Prozent aller genutzten Energie. Übrigens: In anderen Teilen der Erde hungern immer noch 811 Millionen Menschen.
Auf der anderen Seite steht eine Vielzahl an Initiativen und Akteuren, die vorleben, wie wir unsere Nahrung nachhaltig organisieren können. Wie das geht und wie wir mit unserem Einkauf das Klima und das Leben zu Wasser und zu Lande schützen können, diskutieren wir gemeinsam.


Roland Schüren ist Bäckermeister und leitet einen traditionsreichen Familienbetrieb. Sein Ehrgeiz strebt nach dem geringstmöglichen ökologischen Fußabdruck. Sein Unternehmen verbraucht selbst erzeugten Solarstrom und wurde dafür mit verschiedenen Preisen ausgestattet. Außerdem verbackt Schüren in seiner Backstube ausschließlich ökologisch und nachhaltig produziertes Getreide und andere Rohstoffe – ohne industrielle Fertigmischungen und Backbeschleuniger. Ist das in unserem gegenwärtigen Wirtschaftssystem nur versponnener Idealismus oder echte Zukunftsmusik? Und kann Bio die Welt ernähren?


Roman Herre ist Agrarreferent bei der Menschenrechtsorganisation FIAN. Die Organisation setzt sich für das Menschenrecht auf Nahrung ein. Herres These lautet: Hunger ist in erster Linie Ursache von Diskriminierung der Hungernden: Kleinbäuerinnen, Landlose, städtische Arme oder Indigene. Denn schon jetzt habe jeder Mensch auf der Welt rein rechnerisch 30 Prozent mehr zu Essen als noch vor 50 Jahren. Die Politik müsse den multiplen Diskriminierungen dieser Gruppen entgegenwirken, deren Bedürfnisse und Foderungen stärker berücksichtigen und sie aktiv in Strategien zur Hungerbekämpfung einbinden. Das Motto sollte lauten: Von Objekten der Hungerzählung zu aktiven Subjekten der Hungerbekämpfung.

Anmeldung bis 30.11.2022, 16.30 Uhr! Mit diesem Link gelangen Sie zur Anmeldeseite.

Sie erhalten eine Woche vor der Veranstaltung einen Zugangslink.

 


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