100 Jahre vhs Bayreuth

Im Oktober 1919 wurde die Volkshochschule in Bayreuth gegründet. Wir feiern unseren Geburtstag das ganze Jahr über mit einigen ganz besonderen Veranstaltungen. Dazu haben wir Referenten aus ganz Deutschland eingeladen.

Auf dieser Seite können Sie sich über die verschiedenen Veranstaltungen und Aktionen informieren.

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns feiern. Denn ohne Sie - werte Besucherinnen und Besucher - wären 100 Jahre Volkshochschule, 100 Jahre Wissen teilen unnmöglich. Daher gebührt vor allem auch Ihnen unser Dank.

Wir wünschen viel Freude beim Besuch der folgenden Veranstaltungen:

Die Macht der Gefühle - Deutschland 1919

Ausstellung in der Stadtbibliothek vom 2.- 25.4.2019

Die Ausstellung veranschaulicht Kontinuitäten und Brüche in den Gefühlswelten, die die vergangenen 100 Jahre prägten und deren Intensität heute Politik und Gesellschaft herausfordern.

Politik wird, so scheint es, zunehmend von Gefühlen bestimmt. Wir leben in Zeiten der Daueraufgeregtheit. Fakten werden durch gefühlte Wahrheiten infrage gestellt. Radikale aller Couleur finden mit einfachen Antworten auf komplexe Fragen immer mehr Zuspruch. Die politische Mitte weiß mit den aufgeheizten Emotionen oft nichts anzufangen. Sie ist von der politischen Kultur der alten Bundesrepublik geprägt, in der das Gebot der Nüchternheit galt.

Hier setzt die Ausstellung „Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ an, die Ute und Bettina Frevert für die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ sowie für die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erarbeitet haben. Ihr Anlass sind die zahlreichen Jahrestage, die 2019 dazu anregen, sich mit der Geschichte von Demokratie und Diktatur in Deutschland auseinanderzusetzen: 100 Jahre Gründung der Weimarer Republik, 90 Jahre Weltwirtschaftskrise, 80 Jahre deutscher Überfall auf Polen und Beginn des Zweiten Weltkriegs, 75 Jahre 20. Juli und Landung der Alliierten in der Normandie, 70 Jahre doppelte deutsche Staatsgründung, der Regierungswechsel in Bonn vor 50 Jahren, 30 Jahre Friedliche Revolution und 15 Jahre EU-Osterweiterung.

„Die Macht der Gefühle. Deutschland 19 | 19“ wählt eine emotionsgeschichtliche Perspektive auf die vergangenen 100 Jahre. Die Schau verdeutlicht die politische und gesellschaftliche Wirkungsmacht von Emotionen wie Angst, Hoffnung, Liebe oder Wut. Sie nimmt heutige Erscheinungsformen von Gefühlen zum Ausgangspunkt und zeigt deren historische Entwicklung im 20. Jahrhundert auf: Konjunkturen, Wandel und Kontinuitäten. Die 2019 anstehenden Jahrestage bilden wichtige Bezugspunkte, stehen aber nicht im Zentrum. Die Ausstellung setzt die Forderung nach einem Gegenwartsbezug historisch-politischer Bildungsarbeit konsequent um.

Plastik im Meer - Wie stoppen wir die Plastikflut

Vortrag in Kooperation mit dem WWF Deutschland, dem Deutschen Volkshochschulverband und der Universität Bayreuth

Plastikmüll bedroht die Umwelt, die Meere und nicht zuletzt uns Menschen. Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Doch heute schwimmen in jedem Quadratkilometer der Meere hunderttausende Teile Plastikmüll. Seevögel verenden qualvoll an Handyteilen in ihrem Magen, Schildkröten halten Plastiktüten für Quallen und Fische verwechseln winzige Plastikteilchen mit Plankton. Strände unbewohnter Inseln versinken geradezu im Müll. Und auch direkt vor unserer Haustür, beispielsweise in der Nordsee, sind Plastikabfälle eine allgegenwärtige Gefahr für Fische, Vögel und Meeressäuger. Nicht zuletzt können kleine Plastikpartikel, sogenanntes Mikroplastik und umweltschädliche Stoffe, die im Plastik enthalten sind oder daran angereichert werden, über die Fische auch in die menschliche Nahrungskette gelangen. Doch wie kommt der ganze Müll ins Meer und welche Lösungen dagegen gibt es?

Referenten:
Der Biologe Dr. Bernhard Bauske betreut für den WWF Deutschland das Thema Plastikmüll in den Ozeanen.
Prof. Christian Laforsch hält einen Lehrstuhl in Tierökologie an der Fakultät für Biologie, Chemie und Geowissenschaften der Universität Bayreuth.

Der Vortrag findet am 27.3.2019 um 19 Uhr in der Blackbox statt. Er wird per lifestream in andere Volkshochschulen übertragen.

Verbindliche Anmeldung bis 20.3.2019!

RW21 Plastikfasten - weniger ist mehr

In der Fastenzeit möchten wir im RW21 versuchen auf möglichst viel Plastik zu verzichten und weniger Müll zu produzieren. Sicher wird das nicht einfach und vielleicht auch nur in kleinen Schritten möglich sein. Aber wir wollen es ausprobieren - in der Arbeit und auch privat.

Über welche Hürden wir springen, über was wir uns ärgern und freuen, welche Erfolge wir feiern - all das können Sie vom 6.3. - 21.4.2019 auf unserer Homepage und auf facebook verfolgen.

In dieser Zeit können Sie sich in der Ausstellung RW21 - 21 Tipps zu mehr Nachhaltigkeit anschauen, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RW21 für Ideen haben. Und selbstverständlich können Sie uns mit Ihren Ideen unterstützen.

Mitmachen und Zukunft sichern - jetzt!

Diese Veranstaltungen sind leider schon vorbei...

Gedanken verloren - unthinking

Vom Analyst, der ging, um die Welt mit dem Herzen zu sehen

Christof Jauernig geht mit seiner bebilderten Aufbruchsgeschichte ab Januar 2019 auf Deutschlandtour. Am 28.2.2019 um 19 Uhr macht er Station in der Blackbox des RW21.

 Was tun, wenn der Job, mit dem man sein Geld verdient, keinen Sinn mehr macht und erst recht keine Freude? Wenn man sich trotzdem täglich weiter hinschleppt, bis das zur regelrechten Qual wird? Es gibt nicht wenige Menschen, denen es so geht, die am liebsten ausbrechen wollten. Wäre da nicht diese große Unsicherheit, wie es jenseits des gekündigten Arbeitsvertrags weitergeht. Christof Jauernig stand genau an diesem Punkt. Er fasste sich ein Herz, kündigte seinen Job und reiste, ohne Plan für danach, ein halbes Jahr lang mit dem Rucksack durch Südostasien. Auf einer Deutschlandtour erzählt er jetzt von seinem Ausstieg, seiner Reise, und wie er die Freude am Leben wiederfand. Eine Geschichte, die inspiriert und Mut macht, wie die Resonanz auf seine Veranstaltungen zeigt. https://www.unthinking.me

100 Jahre Frauenwahlrecht

1919: Erstmals haben Frauen die Wahl

Der zweite Vortrag zum Jubiläumsjahr beschäftigt sich auch mit einem Jubiläum – 100 Jahre Frauenwahlrecht!

Nadja Bennewitz, Historikerin am Lehrstuhl für Didaktik der Geschichte der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, deckt in ihrem Vortrag  am 13.3. 2019 um 19.30 Uhr  im Historischen Sitzungssaal des Kunstmuseums gesellschaftliche Hintergründe und politische Kämpfe um das Frauenwahlrecht auf. Wer schon einmal das große Vergnügen hatte, der leidenschaftlichen Historikerin zuzuhören kann sich wieder auf einen fundierten und höchst unterhaltsamen Abend freuen.

Am 19. Januar 1919 schritten Frauen im Deutschen Reich erstmals zur Wahl. Gerne hätten einige das Rad der Geschichte wieder zurückgedreht, doch hinter diesen Status quo konnte man nicht mehr zurück. Das Recht auf eine gleichberechtigte Mitsprache der Frauen am politischen Leben hatte sich die bürgerliche und proletarische Frauenbewegung hart erkämpft. Zum Teil mit spektakulären Mitteln. Die Viele Männer waren mehr als beunruhigt und hatten Angst vor der Aktivität des radikalen Frauenstimmrechtsvereins und deren, wie es hieß, "hysterischen Weibern".

Das Ergebnis der ersten Wahl konnte sich zwar sehen lassen, doch es täuscht darüber hinweg, dass sich unter den Gewählten nur Frauen des gemäßigten und konservativen Flügels fanden.